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15
Februar
2011

Greenpeace blockiert mit Blitzaktion Ausfahrtsgleis für Castor

Karlsruhe (dapd-bwb). Die Karlsruher Polizei zeigte sich sichtlich beeindruckt. "Es war eine blitzartige Aktion von Profis", sagte ihr Sprecher Jürgen Schöfer am Dienstag. Rund 30 Greenpeace-Aktivisten waren am frühen Morgen gegen 4.00 Uhr im Schutz des Waldes an die beiden Ausfahrtstore 3 und 4 des Geländes der Wiederaufarbeitungsanlage (WAK) Karlsruhe vorgedrungen, wo am Abend der Castortransport nach Lubmin starten sollte.

In der Dunkelheit ketteten sich zunächst elf Aktivisten an das Tor 3. Gleichzeitig kamen weitere Greenpeace-Leute mit einem Lkw angefahren und platzierten einen knallroten, etwa vier Meter langen und zwei Meter breiten Container direkt auf das Hauptausfahrtsgleis am Tor 4.

Direkt hinter diesem Container ketteten sich dann vier Personen an das Gleis, umhüllt von großflächigen, isolierenden Goldfolien. Noch mehr Goldfolien waren in 15 Metern Entfernung zu sehen. Darunter lagen auf Isomatten und an das Gleis angekettet noch mal sechs Aktivisten von Greenpeace.

"Die Aktion kam für uns in dieser Form durchaus überraschend", räumte Polizeisprecher Schöfer ein. Die Polizei hatte zwar die Ausfahrt mit Kameras überwacht und auch Kräfte in der Nähe postiert. Doch dann ging alles so schnell, dass die Einsatzkräfte die Blockadeaktion nicht mehr verhindern konnten.

Den Aktivisten gelang es nicht nur, sich an das Gleis zu ketten. Sie errichteten zudem direkt aus dem mitgebrachten Container eine rund zehn Meter hohe Hebebühne, in die sich mehrere Aktivisten setzten. Sie entrollten ein weithin sichtbares gelbes Transparent mit der Aufschrift "Stopp Castor nach Lubmin". Ein riesiges dreieckiges Transparent brachten weitere Umweltschützer zudem zwischen zwei Bäumen an, in die in luftiger Höhe jeweils zwei Aktivisten geklettert waren.

Greenpeace-Atomexperte Heinz Smital erklärte nach Beginn der Aktion, Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) müsse beim Thema Atommüll endlich Verantwortung übernehmen. "Er muss seine Verweigerungshaltung endlich aufgeben und dafür sorgen, dass der Atomabfall aus Karlsruhe auch in Baden-Württemberg gelagert wird", sagte er und fügte hinzu: "Die hochstrahlende Plutoniumsuppe aus Karlsruhe hat in Lubmin nichts zu suchen."

Die Polizei schaffte es zunächst rasch, die am Tor angeketteten elf Personen loszuschneiden. Sie wurden in Gewahrsam genommen. Um die zehn Personen zu "befreien", die sich an den Gleisen jeweils die Hände in selbstgeschweißten Rohren verkettet hatten, war jedoch höherer Aufwand nötig. Erst am späten Vormittag traf ein schon in Gorleben erprobtes Spezialteam ein. Wann die seit mehreren Stunden bei nasskalter Witterung festgeketteten Aktivisten von den Gleisen entfernt sein würden, war zunächst unklar.

Die Polizei ging ohne Hektik vor. "Uns kommt es darauf an, dass niemand zu Schaden kommt", sagte Schöfer der Nachrichtenagentur dapd. "Wir haben alle Zeit der Welt", meinte er. Denn erwartet wurde, dass der Castortransport erst am späten Dienstagabend das WAK-Gelände verlassen würde. Bis dahin dürfte das Hauptausfahrtsgleis wieder frei sein, gab sich der Polizeisprecher optimistisch.

http://nachrichten.t-online.de/greenpeac...8216/index?news



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