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#1

"Öl wird sehr viel teurer"

in Jim Bobs Umzug 28.02.2011 11:41
von Jim Bob • 494 Beiträge

Internationale Energie Agentur warnt vor Ölknappheit

Zur Sendung Frontal21

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/...8096950,00.html

von Hans Koberstein

"In den kommenden Jahren werden wir nicht genügend Öl haben, um die Nachfrage zu decken", erklärt der Chefökonom der Internationalen Energie-Agentur IEA, Fatih Birol, gegenüber dem ZDF-Magazin Frontal21. Grund dafür sei, dass ein großer Teil der Ölfelder immer weniger Öl produziere. "Jedes Fass Öl, das in den nächsten Jahren auf den Markt kommt, wird sehr viel schwieriger zu fördern und sehr viel teurer sein", so Birol. "Die Zeiten des billigen Öls sind vorbei." "Regierungen und Industrie müssen sich darauf vorbereiten", so Birol.

Auch Robert Falkner von der London School of Economics rechnet mit stark steigenden Ölpreisen schon in den kommenden Jahren: "Uns geht das Öl nicht aus, aber wir werden eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage sehen", so Falkner. Die Folge wäre "höchstwahrscheinlich ein dramatischer Anstieg des Ölpreises".

Fatih Birol schlägt Alarm: "Alle müssen sich darauf vorbereiten: Regierungen, Industrieunternehmen, und sogar die Verbraucher sollten sich gut überlegen, was für ein Auto sie sich kaufen", so Birol. Seine Behörde berät die westlichen Industrienationen. Die müssten jetzt schnell handeln. "Heute stammen 95 Prozent des Nachfragewachstums aus dem Transportsektor - Autos, Lkw und Flugzeuge. Hier müssen wir Alternativen zum Öl finden. Wir müssen das Öl verlassen, bevor es uns verlässt."


Steigende Arbeitslosigkeit

Haushalte mit niedrigem Einkommen seien von steigenden Ölpreisen besonders schwer betroffen, erklärt Dr. Wolfgang Schade vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung. Für sie würden Heizung und Sprit zukünftig zum unverhältnismäßig großen Kostenfaktor.

Nach Berechnungen des Instituts im Auftrag der EU-Kommission hätte ein hoher Ölpreis außerdem einen starken Rückgang von Wirtschaftswachstum und steigende Arbeitslosigkeit zur Folge. Bis zu zehn Prozent weniger Beschäftigung wäre die Folge, so Schade gegenüber Frontal21.



Weitere Hintergründe:


"Unidentifizierbare Projekte" - prognistizierte globale Angebotslücke für Flüssigkraftstoff

Statistiken des US-Energieministeriums(Externer Link - Öffnet in neuem Fenster)

Internationale Organisation zum Studium des globalen Öl- und Gasfördermaximums

Sendung in der ZDF Mediathek:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/v...-Spritpreise%3F-


Ergänzung von mir zum Thema LKW Verkehr ohne Öl:
Selbst beim LKW Verkehr wäre eine Elektrifizierung darstellbar, allerdings müssten hierzu die Raststätten und Parkplätze mit sehr hohen Stromanschlussleistungen versehen werden.
( Energieallee A7 http://www.eurosolar.de/de/images/storie...ekt_A7_Text.pdf )

Hier ein Beispiel mit den regulären Lenk- und Ruhezeiten:

Akkukapazität des LKW 240 kWh ; Verbrauch ~ 80 kWh/100km ; theoretische Reichweite rund 300km

Lenkzeit 2 ½ Stunden bei 80 km/h = 200km ; Verbrauch 160 kWh ; Restkapazität 80 kWh

Ruhezeit 15 Min. ; Ladeleistung 400 kW = 100 kWh in 15 Min.

Verfügbare Akkukap. 180 kWh

Lenkzeit 2 Stunden = 160km ; Verbrauch 128 kWh ; Restkapazität 52 kWh

Ruhezeit 30 Min. ; Ladeleistung 400 kW = 200 kWh in 30 Min.

Verfügbare Akkukap. 240 kWh und das Spiel beginnt von neuem.

Beispiele aus dem Busverkehr:
http://bit.ly/eAgUlS


+++ Jim Bob ist Moderator des Forum unsere Zukunft +++

„Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.“
Marie Curie

zuletzt bearbeitet 28.02.2011 11:42 | nach oben springen


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