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Neue Studie bestätigt: Windenergie senkt Strompreise

in Jim Bobs Umzug 22.02.2011 13:28
von Jim Bob • 494 Beiträge

Absenkung um 1,1 Cent je Kilowattstunde

Berlin, 24.11.2010. Heute stellte die European Wind Energy Association EWEA auf der in Berlin stattfindenden internationalen Netz-Konferenz Grids2010 eine neue Netzstudie vor, die erneut die Strompreis senkende Wirkung der Windenergie (Merit-Order-Effekt) bestätigt. Aufgrund des Merit-Order-Effekts wird laut Studie die Windenergie bis 2020 den Preis jeder Kilowattstunde Strom um mindestens 1,1 Cent reduzieren.

Seit gestern diskutieren Experten auf der vom europäischen Windenergieverband EWEA veranstalteten Konferenz Grids2010 den Netzausbau der Zukunft und die Auswirkungen der Windenergie auf die europäischen Stromnetze.

In der heute präsentierten Studie "Powering Europe: wind energy and the electricity grid" wurde einmal mehr die Strompreis senkende Wirkung der Windenergie bestätigt. Bei einer prognostizierten Windkraftleistung in Europa von 265.000 Megawatt im Jahr 2020 wurde eine Strompreis senkende Wirkung von 1,08 Cent pro Kilowattstunde errechnet. Jede Kilowattstunde Strom wird aufgrund der Windkraft 2020 um 1,08 Cent billiger sein, nicht nur der Windstrom. In Summe ergibt sich für ganz Europa eine Kostenersparnis von 41,7 Milliarden Euro jährlich ab 2020. In den Berechungen wurde ein relativ niedriger Strompreis angenommen. Der Merit-Order-Effekt wird aber vom Strompreis stark beeinflusst. Eine Verteuerung der Preise für fossile Energie bewirkt daher weitere preisdämpfende Effekte durch die Windenergie.

Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: "Die Vorteile der preisdämpfenden Effekte der Windkraft liegen klar auf der Hand. Auch in Österreich ist nicht nur der volkswirtschaftliche Nutzen der Windkraft durch zusätzliche Arbeitsplätze und die Vermeidung von Klimaschäden deutlich positiv. Auch betriebswirtschaftlich profitieren Verbraucher durch den Merit-Order-Effekt. Die Förderung des Windkraftausbaus ist daher eine Investition in die Zukunft."

Was ist der Merit-Order-Effekt?


Beim Börsehandel von Strom gibt jeder Handelsteilnehmer ein Gebot ab, das sich zusammensetzt aus der Menge Strom und einen bestimmten Preis, um den geliefert werden kann. Die Börse sortiert die Gebote nach den Kosten in aufsteigender Reihenfolge und erstellt die sogenannte Einsatzreihenfolge der Kraftwerke oder "Merit-Order". Die Börse erteilt nun den Kraftwerken der Reihe nach einen Zuschlag, beginnend mit dem niedrigsten Gebot, bis der prognostizierte Bedarf gedeckt ist. Das Gebot des letzten Kraftwerkes, das noch einen Zuschlag erhält, bestimmt den Strompreis, der dann für alle zustande gekommenen Lieferverträge bezahlt wird. Das bedeutet, dass die Kraftwerke nicht nach ihrem eigenen Gebot bezahlt werden, sondern nach dem letzten noch benötigten und damit teuersten Kraftwerk.

Je mehr Windenergie, aber auch andere erneuerbare Energien eingespeist werden, desto seltener müssen die ganz teuren Kraftwerke eingesetzt werden und umso geringer fällt daher der tatsächliche Stromhandelspreis aus. Durch diesen "Merit-Order"-Effekt senkt die vermehrte Produktion von Windenergie die Großhandelspreise.

Rückfragehinweis: Mag. Martin Fliegenschnee-Jaksch, Tel.: +43 699 18877 855, m.fliegenschnee@igwindkraft.at

DOWNLOADS

101124 PA EWEA Studie merit order.pdf download

Kommentare:

Wilhard
Ich sage nur KLICK:

http://blog.100-prozent-erneuerbar.de/wo...potenziale2.jpg

Hypothetische Entwicklung EE (Fraunhofer Institut) bis 2060 KLICK:

http://www.vde.com/de/Regionalorganisati...ernenergien.jpg

EE-Entwicklung bis 2009 KLICK:

http://www.nachwachsenderohstoffe.de/fil..._300dpi_RGB.jpg

Windenergie, weltweit bis 2010 KLICK:

http://www.energieeffizient-sanieren.org...-world-2009.jpg


Ergänzend von mir zum Merit Order Effekt
Nun lieber gerfi, der Merit-Order-Effekt ist keine Methode, es ist ein Effekt
http://de.wikipedia.org/wiki/Merit-Order

Daher kannst du diesen weder direkt beeinflussen, noch direkt steuern, es ergibt sich einfach.

Im Prinzip ist es schon eine Sache des Angebot und der Nachfrage, war es früher so das tagsüber meist eine hohe Stromnachfrage herrschte und hierdurch der Strompreis sehr stark in die Höhe ging, ist es heutzutage an sonnigen, oder windigen Tagen eher so das ein Stromüberangebot herrscht.
Dies führt dann zu dem sogenannten Merit-Order-Effekt, der sogar so weit führen kann, dass der Strompreis massiv ins Negative gehen kann.
Das ist auch letztlich der Hintergrund, warum die Wind- und Sonnenenergie den Strompreis an sich an der Strombörse drückt.

Was den Staat betrifft, wäre dieser besser beraten nicht die Energieerzeugung als solches zu besteuern, sonder die entstehenden Schadstoffe.

Solch eine Schadstoffsteuer hätte diverse Vorteile, da wäre zunächst die Akzeptanz der Bevölkerung, wer kann schon etwas dagegen haben das Umweltverschmutzung "bestraft" wird ?

Ein weiterer Vorteil wäre die automatische Steuerbefreiung der emissionsfreien Energieerzeugung, hier würden automatisch die Kosten der Gesundheits- und Umweltbeeinträchtigungen von denen getragen die sie verursachen, die emissionsarmen, bzw. freien hingegen sorgen ja für eine bessere Luft, Umwelt und somit für weniger Kosten, auch für die Gesundheit der Menschen.

Noch ein Vorteil wäre das wirtschaftlicher Machen von EE im Vergleich zu konventioneller Energieerzeugung, Energieanbieter würden dann ganz allein auf EE umsteigen.

Auch die Wertschöpfung durch wegfallende Energieträgerimporte hin zu heimischen Energien aus Sonne, Wind und Biomasse würde unsere volkswirtschaftliche Situation erheblich verbessern.

Letztlich könnte dann die direkte Unterstützung durch die EEG-Umlagen vollkommen wegfallen.

Eine win-win-win-win-win Situation also !

Auf die Energiepreise würde sich das letztlich stabilisierend, wenn nicht sogar senkend auswirken, wahrscheinlich so stark das es irgendwann den Menschen gar nichts mehr ausmacht wenn eine Steuer auf Energie erhoben wird.
Als Regulativ, um unnötige Energieverschwendung zu vermeiden, wäre eine Energiesteuer sicher auch besser akzeptiert als es heute der Fall ist.


+++ Jim Bob ist Moderator des Forum unsere Zukunft +++

„Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.“
Marie Curie

zuletzt bearbeitet 22.02.2011 13:32 | nach oben springen


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