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#1

Schärfere Umweltstandards für Schiffskraftstoffe nötig

in Natur & Umweltschutz 18.02.2011 20:42
von Wilhard • 495 Beiträge

Bundesregierung unterstützt Initiative von NABU und IG Metall Küste
Frachtschiff auf dem Rhein

Schiffstreibstoff enthält 4500 Mal mehr Schwefel als im Straßenverkehr der EU erlaubt ist.

15. Februar 2011 - Der NABU begrüßt, dass nun auch die Bundesregierung die geplante Verschärfung der Umweltstandards auf den europäischen Meeren unterstützt. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag. „Doch die Regierung darf es jetzt nicht bei Lippenbekenntnissen belassen, sondern muss auf allen Ebenen entschieden für eine Reduzierung des Schwefelgehalts im Schiffskraftstoff kämpfen“, betont NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Zumal die geplante Verschärfung der Richtlinie zum Schwefelgehalt nur ein erster Schritt sein könne, wie Miller erklärt: Denn selbst der für 2020 geplante globale Grenzwert von 0,5 Prozent bedeutet, dass Schiffstreibstoff dann immer noch 500 Mal mehr Schwefel enthält, als im Straßenverkehr der EU erlaubt ist. „Eigentlich muss der Grenzwert also deutlich niedriger angesetzt werden.“
Erfolglose Lockungen der Wirtschaftsverbände
Zumindest habe „das aggressive Werben für eine Lockerung der Standards durch Wirtschaftsverbände wie dem Verband deutscher Reeder und der Industrie- und Handelskammer Nord keinen Erfolg gehabt“, freut sich auch die Bezirksleiterin der IG Metall Küste, Jutta Blankau. Sie fordert die Unternehmen auf, endlich in umweltgerechte Schiffe zu investieren und damit Arbeitsplätze auf den deutschen und europäischen Werften sowie in der Zulieferindustrie zu sichern.
Auf Initiative des NABU und der IG Metall Küste hat sich seit September vergangenen Jahres eine große Allianz von Gewerkschaften und Umweltverbänden für höhere Umweltstandards auf den europäischen Meeren eingesetzt. Die von der EU-Kommission beabsichtigte Anpassung der Richtlinie zum Schwefelgehalt von Schiffstreibstoffen führt dazu, dass ein Schwefelgrenzwert von 0,1 Prozent für Schiffstreibstoffe in Nord- und Ostsee ab 2015 nicht überschritten werden darf.
Vollständiger Beitrag:
http://www.nabu.de/themen/verkehr/schifffahrt/01234.html


Wer geht so bloede uebern Hof? Es ist der Elch, und der ist doof! (Fritz Weigle, alias F.W. Bernstein)

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#2

RE: Schärfere Umweltstandards für Schiffskraftstoffe nötig

in Natur & Umweltschutz 18.02.2011 20:53
von outlawjens • 234 Beiträge

Fahren die Flußschiffe denn auch mit Schweröl?
Ich frag nur wegen des Fotos.


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#3

RE: Schärfere Umweltstandards für Schiffskraftstoffe nötig

in Natur & Umweltschutz 18.02.2011 21:50
von Wilhard • 495 Beiträge

Das Bild war jetzt ein Zufall, von mir übernommen vom Originalbeitrag.
Auch die Binnenschifffahrt fährt mit dem sogenannten Marinedieselöl, ein Schweröl:
Siehe WIKIPEDIA:
http://de.wikipedia.org/wiki/Marinediesel%C3%B6l
Über dieses Thema wird ungern gesprochen, weil die Binnen-Schifffahrtswege häufig mit Tourismus verbunden sind.
Tatsächlich ist es eine gewaltige Umweltbelastung. Man stelle sich nur auf eine Flussbrücke, wenn ein dicker Brummer darunter her fährt.
Ich meine in Erinnerung zu haben, dass die Umweltbelastung der Schifffahrt weltweit höher liegt, als der gesamte Straßenverkehr.


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#4

RE: Schärfere Umweltstandards für Schiffskraftstoffe nötig

in Natur & Umweltschutz 18.02.2011 23:25
von outlawjens • 234 Beiträge

Hier mal 2 Links zum Thema. Sind zwar schon älter, aber immer noch richtig.

http://www.zeit.de/2006/35/U-Schwefel

http://www.welt.de/wissenschaft/article1...imasuender.html

Zwei kleine Auszüge daraus:

Ursprünglich Berechnungen aus dem Jahr 2001 gingen von einer CO2-Belastung von etwa 600 Millionen Tonnen pro Jahr aus. Durch den starken Zuwachs der letzten Jahre ist die Verkehrsbelastung um mehr als 4,5 Prozent gewachsen. Mittlerweile gehen Experten von einer Treibhausgas-Emission von mehr als eine Milliarde Tonnen pro Jahr aus, wie aus einem internen Bericht des Internationalen Verbands unabhängiger Tankereigner (Intertanko) hervorgeht.

Auf hoher See werden Abgase ohnehin nicht überwacht, die freie Schifffahrt unterliegt auch nicht dem Kyoto-Protokoll. Die Internationale Schifffahrts-Organisation (IMO), der maritime Ableger der UN, schreibt lediglich einen oberen Grenzwert von 4,5 Prozent Schwefel im Schweröl vor – ein extrem hoher Wert, der praktisch nie erreicht wird. Die äußerst laxen Umweltstandards haben die Meere in sulfur sinks verwandelt – in Schwefelsenken, in die abgeführt wird, was in Zivilisationsnähe unerwünscht ist. »Schiffe sind Müllverbrennungsanlagen«, sagt Eike Lehmann, Präsident des Verbands Deutscher Ingenieure und Professor für Schiffsbau.


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